Omugow ist der traditionelle Begriff für die Wochenbettbetreuung. Die Mutter, die Schwiegermutter oder eine nahe Verwandte kommen zur Mutter und dem Neugeborenen. Sie übernehmen die meisten Hausarbeiten und kümmern sich um die Mutter und das Baby. Dazu gehört auch, das Baby nachts zu halten, damit die Mutter Schlaf nachholen kann. Bei Omugow gibt es Pfeffersuppe und Massage mit heißem Wasser auf dem Bauch der Mutter. Das hilft, Blutgerinsel nach der Geburt aus dem Körper der Mutter zu lösen und auszuspülen. Das Baby bekommt jeden Tag eine Massage mit einer besonderen Babydusche. Omugow dauert zwei Monate.
Sarah, 35 Jahre, Nigeria
Ein von mir besonders lieb gewonnenes Fest meiner Kultur ist das Haarschneidefest. Es findet an zwei Terminen statt, die ein Jahr voneinander entfernt liegen.Das erste Fest: Der erste Haarschnitt im Leben des Kindes wird mit Freunden und Familie gefeiert. Es ist egal, wie alt das Kind ist (2 Jahre, 6 Jahre, 10 Jahre…). Wichtig ist nur, dass vorher dem Kind noch nie die Haare geschnitten wurden. Jeder Gast darf ein Stück einer Haarsträhne des Kindes abschneiden und gibt dafür ein bisschen Geld. Es wird viel gesungen und getanzt. Wenn jeder Gast dran war, werden die abgeschnittenen Haare und das Geld den Paten übergeben. Die Aufgabe der Paten ist es, während des nächsten Jahres das gesammelte Geld zu verdoppeln.Das zweite Fest: Nach einem Jahr treffen sich alle wieder. Die Paten bringen die Haare und das verdoppelte Geld mit. Aus kleinen Stöckchen und Rinde wird ein kleines Häuschen gebaut (ca. 20 cm hoch) und das Dach wird mit den Haaren gedeckt. Dann wird das Häuschen angezündet und die Gäste tanzen um das brennende Häuschen. Das Geld wird für die Ausbildung des Kindes benutzt.Es ist für mich ein ganz besonderes Gefühl, an die Haarschneidefeste vergangener Tage zu denken und jetzt selber die Feste für meine Kinder auszurichten.
Margarita, 37 Jahre, Peru
Gemeinsame Zeit zu verbringen, schafft Frieden in unserer Partnerschaft. Wir kochen gemeinsam, fahren gemeinsam in die Stadt, gehen gemeinsam zur Kirche… wir gehen einfach gemeinsam durchs Leben. Das ist so schön für uns beide.
Gold, 29 Jahre, Nigeria
Wir planen und träumen gemeinsam unsere Zukunft. Es macht so viel Spaß, wenn wir uns gemeinsam ausmalen, wie unser Leben wohl in ein paar Jahren aussehen mag.
Monique, 41 Jahre, Burkina Faso
Wenn ich mit frischen Zutaten koche, so ganz in Ruhe und ohne Hektik, fühle ich Frieden.
Gloria, 33 Jahre, Kolumbien
In meinem Beruf als Erzieherin, baue ich eine Brücke zwischen, den Kindern, den Eltern und den Kolleg*innen. Eine stabile Brücke. Die Brücke bietet Sicherheit – Sicherheit erleichtert Frieden.
Sarah, 35 Jahre, Nigeria
Ich habe zwei beste Freundinnen. Wenn wir uns treffen, haben wir ein Ritual: unser Freundschaftsessen. Wir essen immer das Gleiche und genießen es. Es ist einfach unser Essen. Wir treffen uns gar nicht so oft, aber dieses friedvolle Gefühl ist immer sehr speziell.
Nesrin, 25 Jahre, Türkei
Ich liebe Geschenke. Wenn ich ein Geschenk bekomme, schreibe ich in ein Notizbuch, was ich bekommen habe, wer es mir geschenkt hat und zu welchem Anlass ich es erhalten habe. Ab und zu nehme ich das Notizbuch zur Hand und erfreue mich an den Erinnerungen. Mir diese schönen Erinnerungen ins Gedächtnis zu rufen, bringt mir Frieden.
Berivan, 23 Jahre, Irak
Wenn ich lese, reise ich in Gedanken in andere Länder und andere Zeiten. Ich bin komplett in meinem Buch versunken. Ganz weit weg. In vollkommenen Frieden mit mir.
George, 65 Jahre, Frankreich
Ich überraschen meinen Mann ab und zu mit einem Kuchen oder einer Torte. Einen Kuchen oder eine Torte die er noch nicht kennt. Mein Mann liebt süßes und Überraschungen.
Kristine, 29 Jahre, Lettland