Ich gehe auf meine beiden Chefs regelmäßig unaufgefordert zu und erstatte Ihnen Bericht. Mit meinen Kollegen und Kolleginnen besuche ich Fortbildungen und wir tauschen uns fachlich aus. Mit meinen Schülern bemühe ich mich, eine positive Atmosphäre im Klassenraum zu kreieren, indem ich sie spüren lasse, wie ernst ich sie nehme.
Ketki, Lehrerin, Indien
Ich engagiere mich im Verein „Weltreise durch Wohnzimmer e.V.“ und möchte mit dieser Arbeit einen Raum für Menschen aus aller Welt schaffen, wo sie sich mit Respekt und Wertschätzung begegnen.
Catrin, 53 Jahre, Deutschland
Mit meiner Frage „Was brauchen Sie?“ wissen meine Vorgesetzten, Kollegen und Kunden sofort, dass ich ein Teil der Lösung bin.
Monique, Kundenbetreuerin, Niederlande
Wir schmücken die Haustüre der Nachbarn bei einer Hochzeit. Dafür treffen wir uns dreimal bei dem Brautpaar: einmal zum Ausmessen des Kranzes, einmal zum Anbringen des Kranzes und einmal zum Abnehmen des Kranzes ein paar Wochen nach der Hochzeit. Jedes Treffen ist wie eine kleine Feier.
Catrin, 53 Jahre, Deutschland
Wir Frauen aus der Nachbarschaft treffen uns reihum zur Kaffeezeremonie. Dabei rösten wir die Kaffeebohnen über einem kleinen Feuer, mahlen sie, trinken dann den Kaffee und tauschen uns über die Neuigkeiten aus unserem Leben aus. Wir geben einander Rat und Unterstützung.
Hiwot, 32 Jahre, Eritrea
Meine Nachbarn fühlen sich genauso wie eine liebevolle Familie an. Sie sind jederzeit willkommen. Als Nachbarin bin ich für meine Nachbarn immer ansprechbar. Das ist ein gutes Gefühl – keiner ist allein mit seinen Sorgen.
Chikondi, 23 Jahre, Malawi
Ich spiele mit ein paar Nachbarinnen montags immer Karten. Das sind nur kurze Wege. Beim Spielen tauschen wir uns gleichzeitig über die Neuigkeiten aus der Straße aus.
Elfi, 82 Jahre, Deutschland
Eine Karte mit Glückwünschen zur Geburt, Kommunion, Konfirmation oder Hochzeit ist immer eine nette Geste. Irgendwie sind es die kleinen netten Gesten, die Frieden in der Nachbarschaft ausmachen.
Ewa, 42 Jahre, Polen
Feiern sind bei uns in der Nachbarschaft das Friedensmittel und wir finden viele Gründe dafür: angrillen (wenn die warne Jahreszeit kommt), abglühen (wenn die kalte Jahreszeit geht), Kind geht ins Ausland, Kind kommt zurück… Wenn wir länger nichts gefeiert haben, erschaffen wir einfach einen Grund. Da sind wir ganz kreativ. Ein Straßenfest mit Flohmarkt ist auch immer super. Dann hat jeder mehr Zeit als nur für einen kurzen Plausch im Treppenhaus.
Dagmar, 45 Jahre, Deutschland
Unsere Nachbarn haben auch einen Hund. Ab und zu treffen wir uns beim Gassi gehen und setzen die Runde gemeinsam fort.
Margarete, 65 Jahre, Polen